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Preisgestaltung für Freelancer

Lesezeit: 5 Minuten

Liebe Freelancer,

in diesem Artikel möchte ich Euch einen Denkanstoß geben, wie Ihr Eure Preise als Freelancer gestalten könnt und was Ihr dabei in Betracht ziehen solltet. Eure Preise sind ein Erfolgsfaktor als Freelancer. Setzt Ihr sie zu niedrig an, wirkt Eure Leistung zu günstig und nicht hochwertig. Im Kopf der meisten Menschen existieren feste Preisgrenzen nach unten und nach oben für eine Leistung. Seid Ihr zu günstig ist Eure Leistung in ihren Augen unter Umständen „nichts wert“. Seid Ihr zu teuer, werden viele aufgrund der hohen Preise Kritik üben. Die Frage ist hier aber auch – möchtet Ihr diese Kunden haben, die nicht bereit sind für Eure Leistung zu zahlen?

Welche Grundlage für die Preisgestaltung kann man nehmen – Stundensatz oder Fixum pro Auftrag?

Es gibt zahlreiche Modelle zur Preisgestaltung. Im Folgenden gehe ich auf zwei ein. Den Stundensatz und das Fixum pro Auftrag.

Stundensatz – Vor- und Nachteile

Welchen Stundensatz seht Ihr, wenn Ihr an Eure Arbeit denkt? Wenn Ihr einen Betrag unter 30€ vor Eurem inneren Auge sehen solltet, würde ich Euch empfehlen an Eurem Selbstbewusstsein oder Eurer Dienstleistung zu arbeiten. Jenseits der 30€ können wir anfangen, realistisch zu kalkulieren. Denn 50% solltet Ihr immer für die Steuerzahlungen zur Seite legen. Egal ob Ihr dann so viel benötigt für die Steuer oder nicht. Es ist ein dringend notwendiger Sicherheitspuffer, den ihr von jeder Zahlung zurücklegen solltet.

Der Vorteil eines Stundensatzes ist primär die Flexibilität für Euch. Wenn ein Projekt länger dauert (zum Beispiel aufgrund von Sonderwünschen des Kunden) und damit mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte, könnt Ihr dem Kunden diese Mehrarbeit einfacher in Rechnung stellen. Auch die Abrechnung ist für den Kunden immer transparent. Er sieht genau, wofür er bezahlt und kann den Fortschritt der Leistung im besten Fall parallel verfolgen. Ihr haltet ihn hier im besten Fall auf dem Laufenden bezüglich des Fortschritts.

Der größte Nachteil des Stundensatzes ist die Unsicherheit für den Kunden. Er kann schlecht budgetieren, wie hoch am Ende die Gesamtkosten Eurer Leistung sein werden. Nur wenn Ihr regelmäßig / mehrfach für einen Kunden im Monat arbeitet, würde ich Euch diese Abrechnung empfehlen.

Fixum pro Auftrag – die bessere Lösung

Die bessere Möglichkeit der Preisgestaltung ist das Fixum pro Auftrag. Denn der Kunde weiss, worauf er sich einstellen kann am Ende und kann es besser in seinem Budget erfassen. Auch für Euch hat diese Möglichkeit Vorteile.

Wichtig ist, dass hier der Umfang der Dienstleistung vertraglich genau festgehalten ist. Sonst kann es zu Streitigkeiten kommen.

Ihr könnt auch eine Kombination aus Fixum und Stundensatz verwenden. Indem Ihr ein Fixum errechnet aufgrund des vertraglich festgelegten Umfangs und einen Stundensatz bei speziellen Wünschen des Kunden. Dies macht die Budgetierung für den Kunden einfach und Ihr seid abgesichert, wenn sich der Umfang des Projekts und/oder die Anforderungen des Kunden abweichend vom Vertrag verändern. Transparenz, Planbarkeit und Flexibilität für beide Seiten sind hiermit möglich.

Protipp – wie erzeugt man ein beiderseitiges Commitment für einen Auftrag mit einem Fixum?

Wenn Ihr mit einem Fixum arbeitet, könnt Ihr Commitment auf beiden Seiten erzeugen und gleichzeitig Planungssicherheit für Euch, indem Ihr vereinbart, dass 50% des Betrags bei Beginn des Auftrags vom Kunden gezahlt werden und 50% nach Abschluss. So entsteht auf beiden Seiten ein festes Commitment für den Auftrag und Ihr habt bereits Fixkosten während der Dauer des Auftrags (die immer auftreten) abgedeckt. Die 50% am Ende solltet Ihr wieder auf ein separates Konto überweisen (Rücklage für Steuerzahlungen). Ihr könnt die 50%ige Vorauszahlung auch sehr einfach begründen – Ihr habt Fixkosten während der Zeit des Auftrags. Wie zum Beispiel Raummiete, Recherchekosten, Arbeitsmaterialien oder andere Unkosten. Diese müssen abgedeckt sein, um den Auftrag erfolgreich abschließen zu können. Jeder Kunde, der liquide ist und professionell, wird dies verstehen. Die anderen Kunden könnt Ihr sowieso nicht gebrauchen, denn dort würdet Ihr nach dem Auftrag in der Regel hinter Eurem Geld hinterherlaufen.

In unserer Community wird es bald einen kostenlosen Kurs mit Beispielen zur Preisgestaltung geben. Seid jetzt kostenlos dabei! Unter diesem Link könnt Ihr der Community beitreten: Link

Vielen Dank für Eure Zeit und bis bald!

Viele Grüße

Tobias

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